Kurzbeschreibung


Die Robotik ist eine Schlüsseltechnologie für eine wirtschaftliche, marktorientierte und flexible Fertigung. Die Integration in laufende Prozesse von intelligenten, kognitionsorientierten und roboterbasierten Systemen erschleißt neue Märkte, aber sichert und entwickelt auch bestehende. Robotersysteme werden für den industriellen Einsatz in der Fertigung zum Teil immer noch als „freiprogrammierbare Handhabungsautomaten“ verstanden.
Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung kognitionsorientierter, modularer und autonomer Service-Roboter zur Vor-Ort-Instandsetzung von Tiefzieh- und Spritzgusswerkzeugen in wechselnden Kontexten. Grundlage hierfür ist die enge Verknüpfung von Robotik mit Sensorik zum autonomen Erfassen der Arbeitsumgebung, sowie der aktuellen Werkzeuggeometrie, kognitionsorientierter Festlegung von Instandsetzungsstrategien, Prozesstechnik zur Instandsetzung, und deren Integration in die Anwendung. Der portable und schnellmontagegeeignete Aufbau des Gesamtsystems gewährleistet durch die Möglichkeit zum Vor-Ort-Einsatz ein Höchstmaß an Flexibilität sowie technologischer und ökonomischer Wettbewerbsfähigkeit.
Das Alleinstellungsmerkmal dieses Ansatzes liegt darin, dass es erstmalig mit der vorgesehenen Entwicklung möglich wird, einen portablen Roboter autonom zum hochgenauen Vermessen von großen Werkzeugen und deren Instandsetzung durch Auftragschweißverfahren einzusetzen.
Das Konzept ist in sechs Module untergliedert die eine starke Verzahnung aufweisen. In dem ersten Modul werden die Schlüsseltechnologien zur antriebsunabhängigen Sensorik erarbeitet. Hier werden erstmalig neuartige mechatronische Konzepte für die Absolutpositionsbestimmung eines Roboters umgesetzt. Die Messtechnik für großräumige Bauteile ist inhalt des zweiten Moduls. Hier entsteht durch optische 3D-Messtechnik eine hochgenaue Aufnahme des Ist-Zustandes. Im dritten Modul werden die Datenverarbeitung sowie die Lernstrategien zur Ausführung der Reparaturarbeiten implementiert. Hier kommt ein wissensbasiertes Datenbanksystem zum Einsatz das die gesamte Prozesssteuerung übernimmt. Technologische Untersuchungen zum Auftragschweißen werden im vierten Modul erarbeitet und dienen bei der Auslegung von Lernstrategien. Die Koordination des VP ist Aufgabe des fünften Arbeitspaketes. Die Arbeiten im fünften Modul beschäftigen sich mit der Planung und Realisierung eines Gesamtsystems für den Einsatz im industriellen Umfeld, während Schwerpunkt des sechsten Moduls die bauteilbezogene Evaluierung des Systems ist.

Die Projektkoordination erfolgt durch das Fachgebiet Füge- und Beschichtungstechnik der Technischen Universität Berlin.


Projektmodule


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